Helmut Brunner,
Bayersicher Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten


Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Rio-Konferenz von 1992 hat den Unterzeichnerstaaten wichtige Zukunftsaufgaben ins Stammbuch geschrieben. Eine nachhaltige Entwicklung, die Schonung endlicher Ressourcen und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sollen seither Grundlage des politischen und gesellschaftlichen Handelns sein. Erfreulicherweise nimmt das Umweltbewusstsein in der Gesellschaft auch angesichts des Klimawandels immer weiter zu.

Dieser Entwicklung müssen auch Planer, Architekten und die Firmen des Baugewerbes Rechnung tragen. Ökologische Kriterien werden neben technischen und ökonomischen Anforderungen an Materialien, Technologien und Produkte in Zukunft eine größere Bedeutung haben als in der Vergangenheit. Das „technisch Mögliche“ muss um das „ökologisch Sinnvolle“ ergänzt werden.

Holz wird dabei als Baustoff eine zentrale Rolle spielen. Es bindet während des Wachstums Kohlendioxid, hat hervorragende Dämmeigenschaften und ist auch für ästhetisch anspruchsvolle Bauten ausgezeichnet geeignet. Zudem steht es quasi vor unserer Haustüre zur Verfügung. Bundesweit steht jeder dritte Festmeter Holz in bayerischen Wäldern, insgesamt fast eine Milliarde Kubikmeter. Und jede Sekunde wächst ein Kubikmeter nach.

Eine besondere Bedeutung beim ökologischen Bauen wird den Holzverbundwerkstoffen zukommen. Denn sie verbinden die positiven Eigenschaften von Holz mit den Stärken anderer Materialien wie Glas, Papier oder auch Beton. Sie tragen so dazu bei, neue Anwendungsgebiete für den Einsatz von Holz im Baubereich zu erschließen.

Dies kann jedoch nur gelingen, wenn die Entwicklung neuer Holzverbundwerkstoffe vorangetrieben wird und die Potentiale dieser innovativen Baustoffe bei Planern und Bauherren bekannt sind. Gelungene Anwendungsbeispiele in der Praxis sind dabei oft die beste Visitenkarte.

Ich freue mich daher, dass die Unternehmen und Verbände des Kooperationsnetzwerks HOLZ+ hier in Augsburg diese Herausforderungen anpacken. Ich wünsche ihnen viel Erfolg bei der Weiterentwicklung ihres branchenübergreifenden Netzwerkes und allen Teilnehmern des Symposiums interessante Vorträge, gute Gespräche und viele Anregungen für die eigene Arbeit im Bereich der Holzverbundwerkstoffe.


Ihr
Helmut Brunner