Einsatzbereiche und Herausforderungen von Holz-Beton-Verbund

Die Holz-Beton-Verbundbauweise hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr als eigenständige Bauweise auf dem Markt etabliert. Im Verbund können die Vorteile beider Materialien miteinander vereint werden. Das Holzbauteil wird dabei in der Zugzone des tragenden Elementes angeordnet, da Holz eine hohe Zugfestigkeit besitzt, auf Druck jedoch nur geringfügig beanspruchbar ist. Genau umgekehrt verhält sich der Beton, der eine hohe Druckfestigkeit aufweist, jedoch kaum Zugkräfte aufnehmen kann und so in der Druckzone angeordnet wird. Im Verbund wird damit die Tragfähigkeit sowie die Steifigkeit der Elemente erhöht, wodurch größere Spannweiten erzielt werden und gleichzeitig die Schwingungsanfälligkeit der Konstruktion vermindert wird.

Das bisherige Einsatzgebiet erstreckt sich vorwiegend auf die Sanierung von Holzdecken, für die es bereits marktfähige Produkte gibt. Herausforderungen zeigen sich seit längerem in der Holz-Beton-Verbindung in einem vorgefertigten Holz-Beton-Fertigteil, welches auf der Baustelle nur noch montiert werden muss. Auch beschäftigen sich verschiedene Experten mit der Forschung nach geeigneten Verbindungsarten und -mitteln sowie nach innovativen Klebtechniken für den Holz-Beton Materialverbund.