Potenzial beim Einsatz von Holz-Papier-Verbünden

Papier spielt für die Wertschöpfungskette des Holzes eine entscheidende Rolle, der Einsatz als Werkstoff im Bauwesen ist bisher allerdings sehr begrenzt, lässt man Anwendungen, wie z. B. Bekleidungen von Gipskartonplatten im Trockenbau u.ä., außen vor. Papierproduzenten suchen aufgrund sinkender Absatzzahlen bei den herkömmlichen Nutzungen neue Anwendungsmöglichkeiten, so z. B. in der Bauindustrie. Der bei der Papierherstellung zugrundeliegende Nassprozess bringt spezifische Vorteile, die im Bereich der Verbundwerkstoffe einen Mehrwert erzielen können. Die Erzeugung eines kontinuierlichen Halbzeugs mit großer Homogenität bei variabler Dicke ermöglicht ein Mischen unterschiedlicher Komponenten.

Dadurch können gewünschte Eigenschaften exakt eingestellt und hergestellt werden, um anschließend eine Formung der Erzeugnisse vorzunehmen. So haben, wie bekannt, Leichtbauelemente auf Basis von Papierkernen im Verbund mit dem Werkstoff Holz u.a. aufgrund ihres geringen Gewichts bei sehr guten mechanischen Eigenschaften hohe Attraktivität für eine Vielzahl von Anwendungen - als Wellpappe, Papierflies, Cellulose-Dämmung oder auch als Sandwichplatte aus Papier-Expansionswaben-Einlage. Für den Baubereich oder auch tragende Strukturen im Bau stehen gegenwärtig noch keine anwendbaren, preiswerte beziehungsweise optimierte Leichtbaustoffe zur Verfügung.